DAS ENDE DER FARCE UM DIE SCHWARZEN KASSEN VOR GERICHT !

3 Apr

Zunächst ein Zitat des guten Andre aus Lübeck, der anwesend war:

am  Verfasst am: 03.04.2013, 20:41

„…Kleines Schmankerl am Rande, jr möge es mir verzeihen, kam von Joern. Für ihn war der Ausgang des Prozesses vollkommen klar, da es diesen ja überhaupt nur deshalb geben musste, weil er damals vor Prozessbeginn die Anklageschrift veröffentlicht hatte, was es den Beteiligten unmöglich gemacht habe, bereits in der ersten Instanz einen Deal zu vereinbaren. Die Veröffentlichung habe ihn, Joern, 600€ gekostet.“

Für alle, die in dieser Sache immer fleißig mitgelesen haben! DAS war korrekt! Zumindest hat das beigetragen, zunächst diesen Deal zu verhindern! Als das nicht klappte, versuchte Kruse eine neue Strategie, indem er auf harten Kerl schaltete und für UNSCHULDIG plädierte!
Das funktionierte vor allem bei dem damaligen Richter nicht, der alles in allem von vornherein diesen Deal platzen lassen wollte, was ihm auch gelang, mit durchaus auch von mir kritisierten Zeugenaussagen (kann jeder nachlesen, wenn ich meine Protokolle wieder reingesetzt habe. Aber alle werden sich ganz sicher daran erinnern)! Und ich denke mir mal so, lieber Andre: DU hättest diesen Mut ganz sicher nicht, in deinem Forum solche Sachen zu veröffentlichen! Ebenso wenig, wie es Jürgen Rückin vom DAS hat, der außer lächerliche Kommentare zu verfassen im Gewerbe noch absoluit nichts geleistet hat! Noch nicht einmal ein qualitativ gutes Forum stellt er auf die Beinchen!

Die ersten Kommentare im DAS zu lesen, war ebenfalls recht unterhaltsam, denn diese zeigen überaus gut, daß die lautesten Sachen von Leuten kommen, die sich im Gewerbe und vor allem beim Hansa in keinster Weise auskennen! Aber: Je dümmer die Ziege, umso lauter meckert sie! Alte Weisheit!

Nun aber zum heutigen Prozeßtag, der in gewisserweise ERSCHRECKEND war, andererseits aber durchaus erheiternde Momente hatte, vor allem, wenn man die Kommentare am Rande des Geschehens berücksicht, die aber die meisten ziemlich sicher nicht mitbekommen haben!

Zunächst möchte ich in guter Tradition mit den Zitaten des Tages beginnen. Grundsätzlich, und das gilt für den gesamten Bericht, gebe ich alles SO wieder, wie ich er glaube, verstanden zu haben! Die Zitate sind in aller Regel inhaltliche Widergaben, in einigen Fällen, die ich dann bemerke, wörtlich!

„Wenn Alles das, was tatsächlich passiert ist, in diesen Verhandlungen zur Sprache gekommen wäre, lägen alle Beteiligten längst in der Tonne!“ (Dr.Selk sen., langjähriger Berater des Hansa zu mir vor Zeugen)

„Endlich ist die Einsicht der Beklagten über das unrechte Handeln eingetreten!“ (Staatsanwältin Meesenburg)

„Der Hansa definiert sich seit über 26 Jahren durch Steuerbetrug!“ (Jürgen Kruse, Ex-Vorsitzender)

„Ich breche jetzt mal meine Schweigepflicht. Ich war weniger der Verteidiger meines Mandanten, als dessen Seelsorger!“ (RA Ketelböter über Kruse)

„Die Öffentlichkeit hatte in ihrer Wirkung eine gewisse Maßlosigkeit.“ Kruse über das, was ich durchaus auch auf mich und meine Berichterstattung bezog).

„Als ich dahinter kam, daß Schwarzarbeit stattfand, wurde mir etwas mulmig.“  (Manfred Gieselmann)

(Weil die Genossen keine Beitragserhöhungen wollten) „Wir müssen den Fiskus behumpsen, um die Genossenschaft zu retten.“ (Manfred Gieselmann)

Die Versammlung fand am 3.April 2013 im Saal 201B statt. Presse und TV waren anwesend. Deren Berichterstattung werde ich mir morgen im Netz betrachten.
Etwa 15 Zuschauer waren im Saal, darunter Verwandte der Beklagten. Keinerlei Personen aus der Hansa-Führung waren anwesend!
Ivica Krijan nd Clemens Grün waren unter den Zuschauerm, ebenso wie Eberhard Engel.

Der Richter war Herr Voos. Die beiden Beisitzer waren Mohr und Kugel. Die Staatsanwältin war die gleiche aus dem ersten Verfahren: Frau Meesenburg.

Die Anwälte der Beklagten waren Ketelbötel für Kruse, Öhler für Huck und Frau Stasios (ich hoffe, ich habe das richtig verstanden) für Gieselmann.

Zunächst verliest der Richter noch einmal Teile des Urteil aus der 1.Instanz. Dann werden die Beklagten gefrant, ob sie persönlich aussagen wollen. Kruse und Gieselmann sagen ja, während Rolf Huck seine Aussagen von dem Bericht des medizinischen Gutachters abhängig macht. Dazu muß festgestellt werden, daß Rolf schon seit Jahren schwer an Krebs erkrankt ist und wirklich einen sehr schlechten Eindruck machte im Vergleich zu der Zeit des ersten Urteils.

Danach kam der medizinische Gutachter zu Wort. Ein Dr. Steffens (44), der gerade in der Gerichtsmedizin den Notdienst machte.  Sein Gutachten zum Gesundheitszustand und der Verhandlungsfähigkeit Hucks wurde offensichtlich erst über die Osterfeiertage beantragt!? Dabei wußte man längst, daß Huck schwer krank war!
Er hält Huck für eingeschränkt verhandlungsfähig. Es gehe ihm sogar seit gestern (im Nachherein bemerkenswert) deutlich besser. Allerdings könne man die Aiswirkungen der anstehenden Chemotherapie keinesfalls vorhersagen. Das Attest des Hausarztes vom 28.März 2013, Rolf Huck sei verhandlungsunfähig, könne er nicht bestätigen, aber es sei zu berücksichtigen, daß er nur kurzer Verhandlungszeiten durchstehen könnte und möglicherweise mit einem Krankentransport und ärztlicher Betreuung antreten könne. Er könne im Zweifelsfalle selber entscheiden, ob er teilnehmen könne. Man könne über den Verlauf keine sicheren Voraussagen treffen.

RA Öhler fragt noch mal nach, ob dieses Gutachten NUR für einen Prozeßtag sei, was der Sachverständige bestätigt! Der Richter aber verneint das. Er habe so etwas nie gesagt, sondern nur, daß er unter Umständen möglich sei, das Ganze an nur einem Verhandlungstag hinter sich zu bringen!
Hier erklärt der Richter explizit in Richtung Öhler, er würde KEINERLEI ABSPRACHEN treffen! Das habe er Öhler gegenüber bei einem Telefon-Gespräch am 2.April festgestellt!

Dann kommen die Anwälte zu Wort. Kruses Anwalt hat eindeutig die Wortführerschaft über nommen!
Die Intention der Beklagten und der Verteidigung sei es gewesen, die Berufung VOLLUMFÄNGLICH durchzuführen mit dem Ziel eines FREISPRUCHS seines Mandanten! Dieser aber sei seit 5 Jahren extrem belastet, physisch wie psychisch, weshalb er dieses Verfahren wohl nicht würde durchstehen können!
Das Ziel nun sei es, daß die Haftstrafen auf Bewährung ausgesetzt würden, wobei Kruse GARANTIERT haben möchte, daß dann auch endgültig nichts mehr nachkommen würde!
Die Belastungen für seinen Mandaten seien derart groß, daß man sich verständigen möchte.
Er würde unter diesen Umständen auf eine vollumfängliche Berufung verzichten. Das sei auch für die überlasteten Gerichte und den Staat besser!

Kruse will diesen Deal unbedingt und drückt auf die Tränendrüse. Er möchte noch einmal feststellen lassen, daß der Genossenschaft kein Schaden entstanden sei, weil dadurch ja Verbindlichkeiten gezahlt worden seien!

Der RA Gieselmanns stellt auch bei seinem Mandanten erhebliche psychische Belastungen fest. Dazu sei auch noch dessen Frau derzeit in einem sehr schlechten Zustand, was Gieselmann als seine Schuld betrachten würde!
Ansonsten schliet er sich den Ausführungen seines Vorredner an.

Der Richter möchte DER AUFKLÄRUNG genüge tun. Es soll KEINEN DEAL geben, sondern nur eine Erörterung der Sachlage.
Der Richtet findet das alte Urteil eigentlich recht günstig für die Beklagten. Er stellt aber fest, daß die Beklagten nicht in die eigene Tasche gearbeitet hätten. Er könne sich also Bewährungsstrafen vorstellen, müsse das aber noch mit den Schöffen klären, da diese das gleiche Stimmrecht wie er hätten.
Voraussetzung aber wäre, daß die Beklagten über ihren eigenen Schatten springen würden!

Dann kam die Staatsanwältin zu Wort.
In gewohnter etwas hastiger Stimme begann sie mit den Worten, sie habe bei dem erneuten Studium der Akten in den letzten Monaten ihre frühere Meinung geändert. Sie zöge es in Erwägung, ihre Berufung zurückzuziehen und mögliche Strafen zur Bewährung auszusetzen!

Daraufhin meinte der Richter, die Angeklagten müßten IN VORLEISTUNG treten und geständig sein.
Sollten aber die Beklagten tatsächlich geständig seien, würde auch er für Bewährung plädieren.
Er weise aber daraufhin, daß die ursprünglichen Strafen erhalten bleiben könnten, sollte das Verfahren vollumfänglich durchgeführt werden müssen!

Danach folgte eine kurze Pause, in der sich die Verteidigung mit den Mandanten beriet.

Das Ergebnis war: Die Beklagten seien geständig!
Die SA erklärt daraufhin die Rücknahme ihrer Berufung!
Der Richter: „Das Urteil der 1.Instanz wird nun 1:1 übernommen, wobei die tatsächliche Höhe der Strafe nun bestimmt werden muß!

Der Richter möchte noch einmal von den Angeklagten wissen, wie es denn überhaupt zu dieser ganzen Sache gekommen sei?

Kruse dazu: Er sei 1982 in die Genossenschaft eingetreten. Er sei damals ein Greenhorn gewesen, noch ohne Stallgeruch. Er wirft sich selber vor, das Klima von mangelndem Unrechtsbewußtsein nicht genügend erkannt zu haben und keine Entscheidungen dagegen getroffen habe.
DAS WIRFT ER SICH PERSÖNLICH VOR!
Er wollte dann das System abschaffen, was er auch tun wollte.
2005 habe sich die Genossenschaft in einer gefährlichen Schieflage befunden, aus der er diese erst einmal bringen mußte!
(Anmerkung von mir: Damals schrieb ich DAS GERÜCHT, die Genossenschaft sei KLAMM in der Kasse! Daraufhin wurde ich von deren Anwaltsbüro mit einer bewährten UE überzogen. Nur 2 Wochen später mußten dann auf Grund meines Beitrages Kruse auf dem Taxitaqg in Leipzig vor 30 Zeugen diese Schieflage auf deren drängende Fragen hin zugeben. Die UE war natürlich gegessen! Soweit zu meinen ständigen Gerüchten).

Das Ganze habe ein Jahr in Anspruch genommen. Er habe den Gang nach Canossa zur Hausbank (Volksbank Ost-West) gehen müssen.aber er habe immerhin 266 von 277 ILLEGALEN KAUFVERTRÄGEN (?) rückgängig machen können!
Danach habe er eine Satzungsänderung über den Umgang mit Bargeld durchgesetzt (§9 e und f) und damit den Fluß ausgetrocknet.
Er habe wohl ein falsches Verständnis von Solidarität gehabt!
Es hätte eben eines spürbaren Willens gebraucht um diesen Unsinn zu beenden!
Er habe nicht die Kraft aufgebracht, gegen diese GEWACHSENE NORMALITÄT anzugehen! Er hätte sonst seine Vorgänger an die Wand genagelt.

Er habe sich gedacht: „Wenn ich das Ganze jetzt nicht ändere, habe ich das irgendwann an der Backe.“
„Ich habe manchmal die Art, Dinge an mich zu ziehen.“
Er habe die Schuld alleine auf sich genommen.
Er möchte niemanden über die Gebühr beschuldigen.
„Ich habe NIEMANDEN einer Kenntnis beschuldigt, die er nicht gehabt habe.“
(Anmerkung von mir: Wie war das da mit der möglichen Kenntnis Hofschultes von den Schwarzen Kassen?)

Kruse läuft in Hochform auf und weint steinerweichend!
„Ich habe mich aus reiner Ohnmacht heraus auch der Staatsanwältin gegenüber despektierlich verhalten! Dafür entschuldige ich mich.“
Gut sei, daß es endlich bekannt ist, wieviele Leute für diese Sachen gestanden hätten. Er wolle nicht alleine dafür verantwortlich sein.

Kruse: „Die Company (der Hansa) definiert sich seit über 26 Jahren durch Steuerhinterziehung!“ (Wörtliches Zitat!)

Er habe große gesundheitliche Probleme gehabt, sich inzwischen aber dank guter ärztlicher Hilfe stabilisiert!
Nach dem Rücktritt am 7.5.2009 habe er 4 Wochen Urlaub gemacht, welches die unbeschwerteste Zeit in den letzten Jahren gewesen sei.
Danach habe er bei einem Taxiunternehmer im Marketing gearbeitet für ca. 6.500,- Euro im Monat brutto. Nach dem Urteil der 1.Instanz sei er fristlos gekündigt wórden und eine Weile arbeitslos.

Wörtliches Zitat Kruses: „Die Öffentlichkeit hatte in ihrer Wirkung eine gewisse Maßlosigkeit.“ (Was ich durchaus auch auf mich und meine Berichterstattung bezog).

Seit dem 1.1.12 arbeite er nun bei einer kleinen Taxifirma mit etwa 3.000,- brutto.

FORTSETZUNG FOLGT MORGEN !

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Eine Antwort to “DAS ENDE DER FARCE UM DIE SCHWARZEN KASSEN VOR GERICHT !”

  1. Auslandskonto 07/04/2013 um 4:56 pm #

    Hatten Habenichts und Du damals in Deinem Forum nicht auch was geschrieben von 7000 Euro, die kruse verdienen würde.
    Und wurdet ihr dafür nicht auch herablassend belacht und beschimpft?

    Ja so sind sie die selbsternannten Schlaumeier, die Besserwisser und Klugschwätzer im Gewerbe.
    Beweise, Beweise, Beweise krakelen sie immer gerne und haben selbst nichts drauf.

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