Archive | April, 2013

Der Fall Clemens Grün – 2.VS des Hamburger HTVs !

21 Apr

Der 2.Vorsitzende des Hamburger Miniatur-Verbandes HTV, Clemens Grün läuft mal wieder zu Hochform auf!

Dieser Verband war, unter anderem auf meine Initiative hin, hauptsächlich dazu neu gegründet worden, damit dort endlich eine Plattform geschaffen wurde, die Interessen der Arbeitnehmer zu vertreten! Aber schon nach wenigen Wochen war klar, daß dieser Mann, nachdem er alle kritischen Elemente, darunter auch mich, hat entfernen lassen, sich schnell mit der hansa-gesteuerten Arbeitgeberfront solidarisieren und mit denen zusammenarbeiten würde! Anders hätte er sonst nie irgendwie im Lichte der Taxiöffentlichkeit stehen können!
Er war sich keinesfalls dazu zu schade, mit allen Männern zu kungeln, die über Jahrzehnte hinweg nicht nur DAS SYSTEM KRUSE am Leben erhalten, sondern sich auch noch dadurch ‚hervorgetan‘ haben, indem sie brachiale Lohnkürzungen (38% vom Brutto statt vorher 50%!) durchsetzten, sondern uns auch noch die Karenzminute auf’s Auge gedrückt haben.
Die Leute hatten sich mit den von ihnen kontrollierten Verbänden LHT, UNION und LPVG, zu denen dann der Mikroverband HTV stieß mit ca. 10 Mitgliedern, zur sogenannten ARGE zusammengeschlossen! Eine ‚Arbeitsgemeinschaft‘, deren Strohmann Clemens Grün von Anfang an war! Als erstes organisierte er die von mir torpedierte Demo Ende Oktober 2012, auf der sich diese Herren nicht zu blöde waren, plötzlich GEGEN das aufzutreten, was sie selber eingeführt hatten, nämlich für angeblich gerechte Löhne der angestellten Fahrer und die ABSCHAFFUNG der Karenzminute! Clemens Grün stand dabei in der allerersten Reihe mit stolz geschwellter Brust! Hinter ihrem ‚Topredner‘ Thomas Lohse, der, wie bekannt, ein bekennender Verwalter der Schwarzen Kassen beim Hansa war, wenn auch zu der Zeit, die nicht mehr justitiabel war! Ein Mann Kruses durch viele Jahre hindurch! Das störte CG offensichtlich nicht, solange er sich davon öffentliche Aufmerksamkeit versprach!

Obwohl ich schon mehrfach diese bedingungslose Zusammenarbeit kritisiert habe, hat er sozusagen bis zum bitteren Ende mit der ARGE gekungelt! Jetzt ganz urplötzlich hat er offenbar erkaqnnt, daß mal wieder keine seiner Rechnungen aufgegangen ist nocht aufgehen wird, wesghalb er schlagartig und völlig überraschend den Rückzug antritt und auf Distanz geht! Trotz meiner Vorhersagen hat er in Treue fest zu diesen Mannen gehalten, obwohl eigentlich jeder, der das Hamburger Gewerbe kennt, ihm dieses ‚Ergebnis‘ hätte voraussagen können und auch hat!

Da also nun dieses Feld der Hamburger Gerwerbepolitik für ihn keinen Erfolg mehr verspricht, muß er sich neue Themen suchen, auf denen er sich profilieren möchte! Klar, zumal er ja auch unter Beweis stellen will, eben nicht vom Hansa unterwandert und gesteuert zu sein!
Zu allererst setzte er sich von seinen zuvor vehement geäußerten ARBEITNEHMER-INTERESSEN ab, zu denen zB ein Minderstlohn gehörte!
Eine bemerkenswerte Rolle rückwärts schaffte dieser Mann in nur einem Satz, der ihn nun endgültig als Arbeitsnehmervertreter disqualifiziert!

Clemens Grün als Anna Chronismus im DAS:
„Anna Chronismus
BeitragVerfasst am: 07.04.2013, 23:39

IK hat Folgendes geschrieben:
Ein gutes Plädoye für die Entlohnung nach Umsatz

Ich bin ein absoluter Verfechter von umsatzabhängigen Löhnen. In Form von Gewinnbeteiligungen. Flächendeckend.

Nun ja, lieber Clemens! Nun haben wir es endlich schriftlich, auf wessen Seite du tatsächlich stehst! Du machst mit der Hansa-Entlohnungsgruppe von 2001, die uns damals dramatisch die Löhne kürzte, um ‚endlich gesetzeskonform abrechnen zu können‘, gemeinsame Sache! Klasse! Aber natürlich gut so, denn jetzt ist es amtlich, welche Politik der als ARBEITSNEHMERVERTRETUNG gegründete HTV verfolgt! DANKE!

Dann kam der zweite Hammer!
Auf seiner Taxi-Magazin-Seite kommentiert er das Urteil gegen Kruse und Co. mit den folgenden herzerweichenden Worten:
„….Von den Verjährungsfristen, die dazu führten, dass große Teile dieses Sumpfes nun nicht mehr strafrechtlich zu ahnden waren, profitierten viele…..Es profitierten von diesen Verjährungen auch Legionen von Hansa-Aufsichtsräten, die jahrzehntelang dieses System gedeckt hatten. Hier ist besonders bemerkenswert der Hamburger Taxi-Multifunktionär Thomas Lohse, der als von Strafe nicht mehr bedrohter Zeuge wahrheitsgemäß aussagen musste, dass er jahrelang die „Schwarzen Kassen“ des Genossenschafts-Vorstandes „geprüft“ habe, bevor die Unterlagen dann geschreddert wurden. Lohse ist, als Nachfolger des ebenfalls jetzt verurteilten Huck, heute 2. Vorstand von Hansa.“

Wie oben beschrieben: Noch bei der Demo Ende Oktober 2012 stand er stolz hinter eben diesem tollen Redner, der in Wirklichkeit noch nicht einmal 5 Minuten ohne Blatt labern konnte!
Hier ein Foto von dieser historischen Szene auf der wir alle den stolzen Clemens Grün rechts hinter Thomas Lohse erkennen können, obwohl die Qualität des Fotos nicht sehr gut ist (vorne rechts vor dem Wagen steht übrigens der 1.VS des HTVs Giesbert Eichberg)!:

Wie gesagt: ALLE seine ursprünglichen Betätigungsfelder haben entweder andere behandelt und in die Welt gesetzt, wie zB das FPersG, oder sie sind schlicht erfolglois im Sande verlaufen, wie die Abschaffung der Karenzminute oder ‚gerechte Löhne‘, an denen selbstredend seine Verhandlungspartner der ARGE keinerlei Interesse hatten!

Nun braucht dieser Mann natürlich neue Betätigungsfelder, und dafür hat er in übernatürlicher Klarheit plötzlich die niedrigpreisigen MIETWAGEN als Gegner ausgemacht!
BRAVO, CLEMENS!
Irgendwie erinnere ich mich, dieses Thema schon seit vielen Jahren behandelt zu haben, wobei auch hier deine Kungelfreunde ja diese unterstützen, indem sie zB den BZP hofieren, der ja auch diese Wagen und Unternehmer vertritt! Oder das ARGE-Mitglied LHT, denn auch der verteidigt diese. Oder andere Verbände, die Mitglieder im BZP sind, wie zB die Hamburger UNION bzw. LPVG!
Er will sogar seine rare Freizeit opfern, um diesen Herren bei ihrem suspekten Tun auf die Schliche zu kommen!Illegales Bereitstellen etc.pp. will er dokumentieren!
Auch dieses mache ich schon seit Jahren, wie jeder weiß, der mein Forum regelmäßig gelesen hat!

Und dann kommt der absolute Tophit: DIE VERKEHRSLAGE und die von den Behörden verursachten Staus!
Dazu hat dieser Mensch einen ganz extrem professionellen OFFENEN BRIEF an die zuständigen Senatoren geschrieben! Ausgerechnet der Mann, der mir immer bei meinen Briefen an zuständige Stellen eben jenen UNPROFESSIONALISMUS vorgeworfen hat, den er jetzt überdeutlich an den Tag legt!
http://www.taxiforum.de/forum/viewtopic.php?p=157034#157034

Lieber Clemens Grün:
Wie wäre es, wenn du dich endlich aus der Taxi-Gewerbepolitik zurückziehst und dadurch nicht mehr peinlich auffällst?
Wie wäre es, wenn du statt dessen endlich mal dein dahinsiechendes Taxi-Magazin ein wenig auf Vordermann bringen würdest?

Du beschuldigst zwar gerne andere, Lügner zu sein, aber du bist schlicht nur noch peinlich!
Laß es einfach, denn es gibt niemanden mehr, der dich in Hamburg für voll nimmt!

Schwarze Kassen bei Hansa-Taxi in Hamburg: Der Schmierenkomödie 2.Teil !

4 Apr

DER SCHMIERENKOMÖDIE ZWEITER TEIL !

Zunächst habe ich heute erst einmal eine Presseschau abgehalten, denn schließlich hatte ICH die Medien informiert! Oder sollte mir da ein anderer aufrechter Demokrat, dem das Taxigewerbe am Herzen liegt, zuvorgekommen sein?

Die Artikel von Mopo, Bild und Abendblatt waren allersamt hervorragend bis sehr gut!
Hier die Links zu meiner Dropbox zu den Artikeln:

Teilweise haben sie auch Original-Zitate, die ich im ersten Teil erwähnt habe, ebenfalls erwähnt!

Ich werde diese Artikel heute abend scannen und über Dropbox den Interessierten zur Verfügung stellen.

Weiterhin gab es einfach herrliche Feststellungen im DAS-Forum. Allen voran der auch schon gestern lobend erwähnte Andre Marx aus Lübeck (am). Diesem Herrn ist offensichtlich, im Gegensatz zu den Medien und meiner Wenigkeit, keinesfalls aufgefallen, daß das Ganze eine abgekartete Farce war, die sich da über mehr als 2 Stunden vor unseren Augen und Ohren entfaltete!

Jürgen Rückin (jr), der Admin des DAS, schreibt drüben Folgendes:

„Die öffentliche Sichtbarkeit halte ich nach seinem (Anmerkung: MEINEM) Schwachmaten-Vorwurf für unangebracht. Es gibt wichtigere Themen im Taxigewerbe als einen Fahrer, der den Rest des Gewerbes auf diese Art herabwürdigt. …..Daß Jörns Foren/Blogs immer wieder von der Bildfläche verschwinden, wirft kein gutes Bild auf die Art, wie dort ‚Gewerbearbeit‘ betrieben wird. ….. Zumindest nicht der (Anm: ICH), der sich den üblichen Gepfllogenheiten bei der Repräsentation anderer verweigert. Einfach nur recht haben wollen, reicht nicht. Denn das haben alle anderen auch.“

Leider konnte ich noch nicht die Sendungen im TV sehen, was ich versuchen werde, heute Abend nachzuholen. Allerdings hörte ich, daß zumindest das ‚Hamburg Journal‘ nur in einem Satz auf das Ereignis hingewiesen habe.

So, nun aber wollen wir uns dem gestrigen Tage in seinem zweiten Teil widtmen, damit auch diejenigen, die nicht das Glück hatten, persönlich vor Ort zu sein, sich ein realistisches Bild davon machen können, was dort im Saal 201 B abging!

Aus diesem Vormittag könnte man locker für den Komödienstadl ein Stück schreiben mit reichlich Lacheffekten, wobei, wie bei jeder guten Komödie, dem Zuschauer das Lachen eigentlich im Halse stecken bleiben sollte!

Nun aber die

FORTSETZUNG:

Nach dem theatralischen Auftritt Jürgen Kruses war nun Manni Gieselmann dran.
Er machte das Ganze deutlich kürzer als sein Vorgänger.
Erst nach 1991 habe er Kenntnis von den Weißen Zetteln erhalten, hatte aber leider kein wirkliches Unrechtsbewußtsein entwickelt. Er habe diese Zettel einfach abgezeichnet..

Zitate:
„Das war mit Sicherheit nicht ganz in Ordnung.“
„Als ich dahinter kam, daß Schwarzarbeit stattfand, wurde mir etwas mulmig.“
„Bei den GVs hatte ich den Eindruck, ich sei auf einem Pferdemarkt.“
„Wir müssen den Fiskus behumpsen, um die Genossenschaft zu retten.“
Der Hinterrgrund war, daß die Genossen keine Beitragserhöhungen zahlen wollten.

Der Richter: „Was geschah dann mit Ihnen persönlich?“
G.: „Meine Zugehörigkeit zum Hansa endete im Dezember 2005. Danach war ich eine Weile arbeitslos. Danach war ich eine weitere Weile bei Stambula (Anm.: Der größte Hamburger Taxiunternehmer mit derzeit ca. 60 Wagen) als Marketingmann, habe dort aber aufgehört, weil mir das Betriebsklima nicht allzu sehr paßte (?). Derzeit bekomme ich ca. 950,- Euro Rente und arbeite bei einem kleinen Taxiunternehmer auf 400-Euro-Basis, soweit meine Gesundheit es zuläßt.“

Er habe in den letzten Monaten schlecht geschlafen und sei übel gelaunt gewesen, was auch Einfluß auf seine Ehe gehabt habe.

Huck überläßt es zunächst Öhler, über seine Situation zu sprechen. Huck habe die Genossenschaft und die Zentrale über Jahrzehnte technisch geprägt. Er ist in seiner Arbeit aufgegangen, was ja auch seine ursächliche Aufgabe gewesen sei.
Er habe über die SKs bescheid gewußt, sei aber über den tatsächlichen Umfang erschrocken gewesen.
Auch er habe zwar den Strafbestand der Steuerhinterziehung akzeptiert, aber keiner habe daran gedacht, daß das auch noch den Tatbestand der ‚Untreue‘ beinhalten könnte. Das habe er nicht so gesehen.

2005 sei er in den Vorstand des Hansa aufgerückt, wobei es zwischen ihm und Kruse eine strikte Aufgabenteilung gegeben habe: Kruse sei für die laufenden Geschäfte zuständig gewesen, er aber für die Technik und die Zentrale selber sowie deren Personal. Deswegen habe er auch keinen einzigen weißen Zettel abgezeichnet.

Huck über seine persönlichen Entwicklungen: Er sei von 2005 bis 2010 2.VS gewesen mit einem Jahreseinkommen von 100.000,- Euro brutto. Vorher habe er mehr bekommen, aber der Aufsichtsrat habe die Gehälter gekürzt. Heute bekomme er ca. 750,- Euro Rente von der Genossenschaft.

Nun ist wieder der RA von Kruse dran. Sein Mandant habe ein umfassendes Geständnis abgelegt und Reue gezeigt. Er wollle sogar seine anwaltliche Schweigepflicht brechen. Es sei tatsächlich Kruses eigene Entscheidung gewesen, ein Geständnis abzulegen und zuzugeben, er habe falsch gehandelt. Er sei oft weniger ein Rechtsberater als der Seelsorger Ks gewesen.

Sein Mandant sei erst ‚das letzte Glied‘ in der Kette der SKs gewesen.

Bei der Strafzumessung sollte es einen Härteausgleich geben wegen der vorangegangen Strafe wg Steuerhinterziehung. Dazu habe er seine Arbeitsplätze verloren, wobei er seinen neuen Arbeitsplatz SELBER gefunden habe. Das alles habe ihn sehr psychisch mitgenommen, weshalb er in Behandlung war.

Kruse habe nicht aus Eigennutz gehandelt, weshalb er auf eine Freiheitsstrafe auf Bewährung plädiere.

Nun war wieder die Anwältin Gieselmanns dran. Auch sie plädiere für einen Härteausgleich, da ihrem Mandanten die Art der tat nicht bewußt gewesen sei.
G. habe niemals die Tendenz gezeigt, die Schuld auf andere zu schieben. Dazu habe er das Pech gehabt, seine Verteidigung dreimal wechseln zu müssen (Anm: G. hatte immer einen Pflichtverteidiger).
Da seine Frau psychisch krank sei, hätte er diese nicht als Stütze gehabt. Er könne nicht einsehen, daß seine Strafe nicht zur Bewährung ausgesetzt würde, andere heftigere Straftaten  aber schon.
Daher stelle sie den Antrag auf Bewährung

Nun war auch Öhler für Huck wieder an der Reihe.
Er würde sich dem Gesagten seiner Vorgänger anschließen. Das Geständnis sollte sich auch bei seinem Mandanten strafmindernd auswirken.
Er wiederholte noch mal einiges aus früheren Auslassungen und war der Überzeugung, „daß es sich über den Tatbestand der Untreue trefflich streiten ließe.“
Der RA weist noch einmal auf einige Urteile zB des BGHs hin, die zugunsten seines Mandanten interprätiert werden sollten.
Obwohl Huck schon bei den ersten Verhandlungen gesundheitlich angeschlagen war, wurde ein Urteil ohne Bewährung verhängt.
„Mein Mandant ist vorher IMMER unbescholten durch’s Leben gegangen.“
Er beantrage deshalb 1 Jahr auf Bewährung.
(Anm.: Jeder alte Hase im Gewerbe mußte bei diesem letzten Satz doch ziemlich lachen, denn immerhin hatte er mal den Beinamen ‚Bridgestone-Rolf‘! OK, dieser Fall ist längst verjährt, aber ihn als Engelchen hinzustellen, war ja nun für die Eingeweihten schlicht der Lacher!).

Nun war die Reihe an der Staatsanwältin Meesenburg.
In bekannter etwas hecktischer Sprache stellte sie zu meinem nicht geringen Erstaunen fest, daß über die Monate ihre Meinung geändert habe und zu dem Schluß gekommen sei, daß die Beklagten sich zwar der Untreue schuldig gemacht hätten, weil diese sich der Illegalität ihrer Handlungen bewußt waren, und es käme nicht auf die tatsächliche Rechtsprechung, sondern auf das Bewußtsein des illegalen Handelns an. Aber es sei zu berücksichtigen, daß die Beklagten keine Gelder persöönlich eingesteckt hätten.

Strafverschärfend wäre die Tatsache, daß alle drei bei Amtsübernahme das System der SKs noch lange aufrechterhalten hätten. Strafmildernd aber sei zu werten, daß sie diese nicht erfunden hätten. Außerdem hätte nie eine echte Kontrolle stattgefunden, da die Aufsichtsräte wohl dieser Pflicht nur ungenügend nachgekommen seien.

Außerdem sei ja nicht das gesamte hinterzogene Geld der Genossenschaft zugute gekommen, da ja die Unterzeichner der WZs die Mehrwertsteuer einbehalten und persönlich verwendet hätten.
Aber endlich sei die Einsicht über das unrechtmäßige Handeln bei den Beklagten eingetreten. Und das Geständnis sei strafmildernd zu bewerten.
Außerdem lägen die Taten nun schon sehr lange zurück, bei Kruse und Huck etwa 5, bei Gieselmann etwa 8 Jahre. Und die durch diese lange Zeit entstehenden psychischen Belastungen seien sehr schwer gewesen. Auch sie trete nun für einen Härteausgleich ein, zumal alle Beklagten eine sehr gute Sozialprognose hätten. In Sachen Kruse sei auch noch seine hervorragende Zusammenarbeit mit der Steuerfahndung zu würdigen

Der Richter fragt nun die Beklagten, ob diese noch etwas sagen wollten.

Kruse bedankt sich für den Ablauf des heutigen Verhandlungstages. Er wolle weiter intensiv daran arbeiten, daß soetwas nicht noch einmal passieren würde.

Gieselmann bedankt sich ausdrücklich für die Fairness der Verhandlung und entschuldigt sich noch einmal für die harschen Worte gegenüber der SA und des alten Richters. Das sei ein ‚lapsus linguae‘ gewesen. Die SA möge das dem alten Richter bitte mitteilen, was diese versprach zu tun.

Huck möchte keine Stellung nehmen.

Das Gericht zieht sich zu einer 15 minütigen Beratung zurück.
Danach werden die ‚Urteile verkündet.
Das Urteil gegen Kruse wird auf zwei Jahre Haft reduziert.
Das von Gieselmann auf 1 Jahr und 9 Monate und
das von Huck auf 1 Jahr und 2 Monate festgelegt.
Alle Urteile werden zur Bewährung ausgesetzt, wobei der Zeitraum dafür ebenfalls auf 2 Jahre festgesetzt wurde.
Die Kosten für diese Verhandlung werden den Beklagten zu 50% erlassen, da sie ja einen Teilerfolg erzielt hätten. Der Rest ginge zu Lasten des Staates.

Ich fragte Jürgen Kruse selber, ob er das Urteil annehmen würde, was er zwar nicht direkt bejate, wohl aber sagte: Was würdest du tun?“
Auch eine Antwort!
Es dürfte damit also RECHTSKRÄFTIG sein!

OVER AND GONE ?
Ist nun alles vorbei und gegessen, so wie es der kleine Schreiber SSF (SindSieFrei) aus dem DAS es so gerne hätte als kleiner Hansa-Fahrer?
Zitat: „Dann ist das Thema ja auch endgültig vom Tisch.“
Träum weiter, M.! GENAU DAS wäre es, was sich alle Beteiligten beim Hansa wünschten: ENDLICH AUS DEN MEDIEN zu kommen
Aber das wird ganz sicher nicht geschehen! Versprochen!

KOMMENTAR:
Der gestrige Tag dürfte einer der übelsten gewesen sein, die ich je bei einer Gerichtsverhandlung erlebt habe, und ich war selber mal eine Weile vor langer Zeit Schöffe.

Dieser Verhandlungstag war von der ersten bis zur letzten Minute abgekartet und vorfabriziert!
Das traute Einvernehmen aus Richter, Staatsanwältin und Beklagten war geradezu umwerfend zu beobachten, und je öfter der Richter behauptete, keinen Deal machen zu wollen oder zu haben, umso weniger konnte man ihm das abnehmen! Die Presse ja offensichtlich auch nur bedingt.

Während in der 1.Instanz noch ein Richter dabei war, der sich keinesfalls irgendeine Schwäche erlauben wollte, dieses sogar dahingegehend zum Ausdruck brachte, daß er sein Urteil auf Aussagen basieren ließ, die zu den grottigsten des Ganzen Verfahrens überhaupt gehörten (Hofschulte und Mittelbach), nur um die Angeklagten hinter Schloß und Riegel zu bringen, so schien dieser hier weder die Lust noch den Willen zu haben, das ganze Verfahren noch einmal vollständig durchzuziehen!

So kam ihm die plötzliche Einsicht der Staatsanwältin völlig zupass, daß die Urteile in Anbetracht der gegänderten Verhaltensweise der Beschuldigten nun wohl doch zu hart ausgefallen seien, sondern vor allem die urplötzlichen Geständnisse aller drei Herren, die mich irgendwie an den ebenso unverhofft auftauchenden Zettel des Herrn Mittelbach erinnerte. Wie heißt es immer so schön: Unverhofft kommt oft!

Niemand im Saal, außer vielleicht die beiden Schöffen, glaubten diesen plötzlichen Sinneswandel, wenn man mich fragt! Jedenfalls keiner aus dem Gewerbe.

Meine langjährige Kollegin und Hamburger Taxi-Urgestein Clarissa hatte es irgendwie geahnt! Schon vor Monaten, als ich mal wieder vergeblich beim Gericht nach einem Termin nachfragte, meinte sie, daß könne eigentlich nur bedeuten, daß man dort versuchen würde, zu mauscheln!
Clarissa! Ich wollte das damals nicht glauben, aber du hattest ganz sicher Recht!

Der gestrige Tag lief wie eine Schmierenkomödie eines Hinterhof-Theaters ab und endete genau mit dem, was Kruse und Co. hatten erreichen wollen!

Der Druck auf die Tränendrüse und der Hinweis, daß sie lieber schuldig auf Bewährung akzeptieren würden, als eine weitere längere Verhandlung mit der Aussicht auf Freispruch, und daß sie damit auch dem überlasteten Gericht und der Staatskasse vieles ersparen würden, setzte dem ganzen die Krone auf, nur noch übertroffen durch die grandiose schauspielerische Leistung Jürgen Kruses, der es zum zweitenmal vor Gericht fertig brachte, in Tränen auszubrechen! Echt überzeugend und oscarreif!

Als er und sein Partner Gieselmann anfang der 2000er eine Pogrom durchführten, bei der sie rücksichtslos alle unbequemen Genossen rauswarfen, darunter Clarissa und Martin Berndt (meine Wenigkeit hatten die schon vorher entsorgt), hatten die auch keine Tränchen für die Rausgeworfenen übrig!

Und als Susann Mater mal auf einer GV sich kritisch zur finanziellen Situation des Hansa äußerte, wurde sie von der gesamten Führung, vor allem aber von deren langjährigem Berater Dr.Selk (sen.) im wahren Sinne des Wortes niedergemacht! Das Protokoll dieser Sitzung liegt mir vor und war in meinem Forum zu lesen!

Als ICH 2005 in einem Forumsbeitrag schrieb, der Hansa ’sei klamm bei Kasse‘, ließen mich diese Herren mit einer Unterlassungserklärung der Herren Hintze & Co. überziehen, die bewehrt war mit etwa 1.000,- Mark Gebühren! Natürlich reagierte ich in meiner gewohnten Weise, bekam aber dann von Jürgen Kruse ungewollte Schützenhilfe, als daß er auf dem Taxitag in Leipzig vor etwa 30 Kollegen, die meine Beiträge gelesen hatten, zur Rede gestellt wurde und zugeben mußte, daß es dem Hansa tatsächlich nicht gut ging!

Nun ja. Shit happens!

Bis heute wird mir immer wieder vorgeworfen, so auch bei dieser Gerichtsverhandlung, ich würde immer erst Gerüchte in die Welt setzen und die Beweise erst später nachliefern! Immerhin stellte dieser Mann fest, daß ich die Beweise nachträglich liefern würde! Allerdings meistens liegen diese schon anfangs vor, aber oft ist nun einmal so, daß in der Regel solche erst später nachgereicht werden können.

Warum also ist alles so gelaufen, wie es gestern geschah?
Zum Einen muß festgehalten werden, daß DAS SYSTEM KRUSE immer noch funktioniert und sehr aktiv ist!
Viele, darunter auch ich, nahmen an, die drei würden in der Berufung versuchen, mit neuem Beweismaterial aufzutrumpfen, um ihre Hälse aus den Schlingen zu ziehen! Nichts davon geschah.
Dafür aber stimmten die Hansa-Genossen mit großer Mehrheit dafür, die drei von allen möglichen Regress-Ansprüchen zu entlasten!
Warum denn dieses?
Nun ja, es war eben der Bonscher, den man solchen Leuten hinwirft, wenn die eigenen Positionen auf der Kippe stehen!
Der derzeitige 1.VS beim Hansa, Dirk Schütte, konnte sich einer Anklage nur dadurch entziehen, indem er Selbstanzeige erstattete! dafür verlor er aber seine Konzession, was den Hansa nicht daran hindert, ihn weiterhin im Amt zu lassen, obwohl das ja EINE GENOSSENSCHAFT VON TAXIUNTERNEHMERN ist!?
Aber darin hatten diese Mannen schon Übung, weil sie schon vorher VS hatten, die keine Konzen mehr besaßen! Wenn das nicht paßte, änderte man eben die Satzung! Oder legte sie etwas weiter aus!
Die kleinen Genossen waren das zufrieden, solange ihr Terminal klnigelte und sie in Ruhe gelassen wurden!

Als diese kleine Idylle endgültig aufflog, wollte vor allem Kruse sich nicht als Alleinschuldigen hinstellen, womit er natürlich vollkommen recht hatt, was ihm aber nicht gelang. Deshalb verzichtete er nun auch wohlweislich auf diesen Anspruch und verknüpfte den nur noch mit der heldenhaften Reaktion, Ärger von allen abwenden zu wollen, indem er das frühere Urteil akzeptieren, wenn dieses zur Bewährung ausgesetzt würde. Er täte das ungern, weil er sich unschuldig fühle, aber für das Wohl der Allgemeinheit würde er sich opfern!
Er hatte Erfolg, wie man feststellen durfte. Er ging als freier Mann raus und braucht auch nur noch wenig abzudrücken, zumindest, was das Gericht betraf!
Wahrscheinlich muß er dieses Ersparte dann an Ketelböter für seine seelsorgerische Tätigkeit zukommen lassen!

Wärend Rolf Huck eine Haftverschonung sicherlich verdient hätte, gehen hier die zwei größten Mafiosis des Gewerbes (Hamburger Mopo: Taxi-Mafia) frei nach Hause! Das ist schon bitter!

Noch bitterer aber ist, daß die Staatsanwaltschaft dieses Spielchen mitspielte und der Richter ebenfalls!

Laut Herrn Dr.Selk (und das deckt sich mit dem medizinischen Gutachter) soll der Richter noch in einem Telefongespräch vorgestern gesagt haben, daß das ganze Verfahren nicht länger als 2,5 Stunden dauern würde! Er sagte dieses zu mir vor Zeugen!
Da tut sich doch die Frage auf, wie dieser Mann das so genau wissen konnte?
Darf man das fragen?
Dazu wiederholte er zweimal, es habe keine Deals oder Absprachen gegeben!
Warum das?
Glaubhafter wird er dadurch jedenfalls nicht!
Aber nun ja.

Die Tatsache bleibt aber bestehen, daß Kruse und Co. weitgehendst unbeschadet aus dieser Affaire herauskommen und auch der Hansa zunächst mal aus den ungeliebten Schlagzeilen kommen könnte, mal vom heutigen Tage abgesehen!
ALLE Beteiligten, direkt oder indirekt können jetzt erst einmal aufatmen, denn die unmittelbare Gefahr ist vorüber!
Aber wir anderen sollten uns nicht dem Traum anheim geben, DAS SYSTEM KRUSE sei damit endgültig vom Tisch! Nichts ist weiter von der Realität entfernt, als die Hoffnung!
Mannen wie Schütte, Hofschulte oder Lohse (bekennender Verwalter Schwarzer Kassen beim Hansa, wenn auch VOR der gerichtlich relevanten Zeit) ziehen weiterhin die Strippen des Hamburger Gewerbes!
Sie kontrollieren komplett ALLE HAMBURGER VERBÄNDE, was gerichtlich bestätigt wurde! Und diese werden weiterhin zum Wohle des Hansa arbeiten, zumal sie ja derzeit, kaum finanziell ein wenig aus der unmittelbaren Bedrouille geraten, schon wieder einem lebensbedrohlichen Feind gegenüberstehen, der mal nicht aus der Forenwelt stammt, sondern bloß Apps unter die Leute bringt! MyTaxi! An die 20% der vermittelten Fahrten hat das die schon gekostet. Kein Wunder, wenn denen der Arsch auf Grundeis geht und sie versuchen werden, die Gewerbepolitik zu ihren Gunsten zu richten!

Seit mein Forum derzeigt schweigt, atmen diese Herren auf, aber das wird nicht von langer Dauer sein!

Aber wir haben da ja noch den guten Ober-Journalisten Clemens Grün (Anm.: Worin ist dieser Herr eigentlich KEIN GENIE?), der gestern Gieselmann ziemlich ruppig anging, weil er das Urteil für nicht in Ordnung hielt, womit er sicherlich nicht alleine dasteht, aber ausgerechnet er kungelt in liebevoller Weise mit den etablierten Restmannen des SYSTEMS! Ausgerechnet er arbeitet Hand in Hand zum Wohle des Hansa, den er doch so gerne werbewirksam attakiert!?
Tja, lieber Clemens. Offensichtlich lag ich mit meiner Bewertung damals etwas näher an der Realität, als du mit deinem SIEMENS!?

Ob Herr Selk sen. nun an seinen Junior weitergegeben hat, daß sein VOLLSTES VERTRAUEN in diese Männer enttäuscht wurde (Äußerung seinerseits mir und Zeugen gegenüber), damit Junior nicht in die gleiche moralische Falle tappt?

Und am Ende noch eine weitere kleine Nachricht, die die Herren Hofschulte ect.pp. betrifft, nämlich die alten und teils derzeitigen ARs des Hansa:

Auf meine Frage hin bestätigte mir die SA Meesenburg, daß das Untersuchungsverfahren gegen die Hansa-ARs von Damals aber teilweise auch von heute weiter geführt werden. Sie wolle nur das offizielle Ende dieses Verfahrens abwarten!

Es ist also alles noch nicht wirklich ausgestanden. Und vor allem mein Spezi Hofschulte sollte nicht zu früh aufatmen! Schließlich hat er zwar angeblich von den SKs zunächst nicht gewußt, ungeklärt aber bleibt, wieso er beim Kontrollieren der Weißen Zettel als ’normaler‘ AR nie mal nachgefragt hat, wozu diese eigentlich verwendet würden?
Schließlich hat er eine leichte juristische Vorbildung, wenn ich mich nicht irre?!

Und noch ein kleines Gespräch am Rande, als wir wieder in der Vorhalle standen:
Ich zu Kruse: „Nun kann ich ja endlich mal beruhigt Roberts Einladung auf eine Tasse Kaffee bei deinem Arbeitgeber annehmen. Dann können wir ja quatschen.“
Jürgen: „Klar, aber eine Frage? Wie trinkst du deinen Kaffee? Hell oder schwarz?“
Ich: „Schwarz! Schwarze Seelen brauchen schwarzen Kaffee! Wie ist das denn bei dir?“

PS: Noch etwas: Wieso gibt es eigentlich bis zu diesem Zeitpunkt noch keinen Artikel in Clemens Taxi-Magazin?
Ist ihm die Aufgabe über den Kopf gewachsen?

PPS an IK und Eberhard: Die Messe ist keinesfalls gelesen! Einfach mal in Ruhe abwarten!

In den Kommentaren muß und werde ich noch zu ein paar zuper-dämlichen Kommentaren aus dem DAS Stellung nehmen, auch und vor allem dem von Eberhard Engel!

DAS ENDE DER FARCE UM DIE SCHWARZEN KASSEN VOR GERICHT !

3 Apr

Zunächst ein Zitat des guten Andre aus Lübeck, der anwesend war:

am  Verfasst am: 03.04.2013, 20:41

„…Kleines Schmankerl am Rande, jr möge es mir verzeihen, kam von Joern. Für ihn war der Ausgang des Prozesses vollkommen klar, da es diesen ja überhaupt nur deshalb geben musste, weil er damals vor Prozessbeginn die Anklageschrift veröffentlicht hatte, was es den Beteiligten unmöglich gemacht habe, bereits in der ersten Instanz einen Deal zu vereinbaren. Die Veröffentlichung habe ihn, Joern, 600€ gekostet.“

Für alle, die in dieser Sache immer fleißig mitgelesen haben! DAS war korrekt! Zumindest hat das beigetragen, zunächst diesen Deal zu verhindern! Als das nicht klappte, versuchte Kruse eine neue Strategie, indem er auf harten Kerl schaltete und für UNSCHULDIG plädierte!
Das funktionierte vor allem bei dem damaligen Richter nicht, der alles in allem von vornherein diesen Deal platzen lassen wollte, was ihm auch gelang, mit durchaus auch von mir kritisierten Zeugenaussagen (kann jeder nachlesen, wenn ich meine Protokolle wieder reingesetzt habe. Aber alle werden sich ganz sicher daran erinnern)! Und ich denke mir mal so, lieber Andre: DU hättest diesen Mut ganz sicher nicht, in deinem Forum solche Sachen zu veröffentlichen! Ebenso wenig, wie es Jürgen Rückin vom DAS hat, der außer lächerliche Kommentare zu verfassen im Gewerbe noch absoluit nichts geleistet hat! Noch nicht einmal ein qualitativ gutes Forum stellt er auf die Beinchen!

Die ersten Kommentare im DAS zu lesen, war ebenfalls recht unterhaltsam, denn diese zeigen überaus gut, daß die lautesten Sachen von Leuten kommen, die sich im Gewerbe und vor allem beim Hansa in keinster Weise auskennen! Aber: Je dümmer die Ziege, umso lauter meckert sie! Alte Weisheit!

Nun aber zum heutigen Prozeßtag, der in gewisserweise ERSCHRECKEND war, andererseits aber durchaus erheiternde Momente hatte, vor allem, wenn man die Kommentare am Rande des Geschehens berücksicht, die aber die meisten ziemlich sicher nicht mitbekommen haben!

Zunächst möchte ich in guter Tradition mit den Zitaten des Tages beginnen. Grundsätzlich, und das gilt für den gesamten Bericht, gebe ich alles SO wieder, wie ich er glaube, verstanden zu haben! Die Zitate sind in aller Regel inhaltliche Widergaben, in einigen Fällen, die ich dann bemerke, wörtlich!

„Wenn Alles das, was tatsächlich passiert ist, in diesen Verhandlungen zur Sprache gekommen wäre, lägen alle Beteiligten längst in der Tonne!“ (Dr.Selk sen., langjähriger Berater des Hansa zu mir vor Zeugen)

„Endlich ist die Einsicht der Beklagten über das unrechte Handeln eingetreten!“ (Staatsanwältin Meesenburg)

„Der Hansa definiert sich seit über 26 Jahren durch Steuerbetrug!“ (Jürgen Kruse, Ex-Vorsitzender)

„Ich breche jetzt mal meine Schweigepflicht. Ich war weniger der Verteidiger meines Mandanten, als dessen Seelsorger!“ (RA Ketelböter über Kruse)

„Die Öffentlichkeit hatte in ihrer Wirkung eine gewisse Maßlosigkeit.“ Kruse über das, was ich durchaus auch auf mich und meine Berichterstattung bezog).

„Als ich dahinter kam, daß Schwarzarbeit stattfand, wurde mir etwas mulmig.“  (Manfred Gieselmann)

(Weil die Genossen keine Beitragserhöhungen wollten) „Wir müssen den Fiskus behumpsen, um die Genossenschaft zu retten.“ (Manfred Gieselmann)

Die Versammlung fand am 3.April 2013 im Saal 201B statt. Presse und TV waren anwesend. Deren Berichterstattung werde ich mir morgen im Netz betrachten.
Etwa 15 Zuschauer waren im Saal, darunter Verwandte der Beklagten. Keinerlei Personen aus der Hansa-Führung waren anwesend!
Ivica Krijan nd Clemens Grün waren unter den Zuschauerm, ebenso wie Eberhard Engel.

Der Richter war Herr Voos. Die beiden Beisitzer waren Mohr und Kugel. Die Staatsanwältin war die gleiche aus dem ersten Verfahren: Frau Meesenburg.

Die Anwälte der Beklagten waren Ketelbötel für Kruse, Öhler für Huck und Frau Stasios (ich hoffe, ich habe das richtig verstanden) für Gieselmann.

Zunächst verliest der Richter noch einmal Teile des Urteil aus der 1.Instanz. Dann werden die Beklagten gefrant, ob sie persönlich aussagen wollen. Kruse und Gieselmann sagen ja, während Rolf Huck seine Aussagen von dem Bericht des medizinischen Gutachters abhängig macht. Dazu muß festgestellt werden, daß Rolf schon seit Jahren schwer an Krebs erkrankt ist und wirklich einen sehr schlechten Eindruck machte im Vergleich zu der Zeit des ersten Urteils.

Danach kam der medizinische Gutachter zu Wort. Ein Dr. Steffens (44), der gerade in der Gerichtsmedizin den Notdienst machte.  Sein Gutachten zum Gesundheitszustand und der Verhandlungsfähigkeit Hucks wurde offensichtlich erst über die Osterfeiertage beantragt!? Dabei wußte man längst, daß Huck schwer krank war!
Er hält Huck für eingeschränkt verhandlungsfähig. Es gehe ihm sogar seit gestern (im Nachherein bemerkenswert) deutlich besser. Allerdings könne man die Aiswirkungen der anstehenden Chemotherapie keinesfalls vorhersagen. Das Attest des Hausarztes vom 28.März 2013, Rolf Huck sei verhandlungsunfähig, könne er nicht bestätigen, aber es sei zu berücksichtigen, daß er nur kurzer Verhandlungszeiten durchstehen könnte und möglicherweise mit einem Krankentransport und ärztlicher Betreuung antreten könne. Er könne im Zweifelsfalle selber entscheiden, ob er teilnehmen könne. Man könne über den Verlauf keine sicheren Voraussagen treffen.

RA Öhler fragt noch mal nach, ob dieses Gutachten NUR für einen Prozeßtag sei, was der Sachverständige bestätigt! Der Richter aber verneint das. Er habe so etwas nie gesagt, sondern nur, daß er unter Umständen möglich sei, das Ganze an nur einem Verhandlungstag hinter sich zu bringen!
Hier erklärt der Richter explizit in Richtung Öhler, er würde KEINERLEI ABSPRACHEN treffen! Das habe er Öhler gegenüber bei einem Telefon-Gespräch am 2.April festgestellt!

Dann kommen die Anwälte zu Wort. Kruses Anwalt hat eindeutig die Wortführerschaft über nommen!
Die Intention der Beklagten und der Verteidigung sei es gewesen, die Berufung VOLLUMFÄNGLICH durchzuführen mit dem Ziel eines FREISPRUCHS seines Mandanten! Dieser aber sei seit 5 Jahren extrem belastet, physisch wie psychisch, weshalb er dieses Verfahren wohl nicht würde durchstehen können!
Das Ziel nun sei es, daß die Haftstrafen auf Bewährung ausgesetzt würden, wobei Kruse GARANTIERT haben möchte, daß dann auch endgültig nichts mehr nachkommen würde!
Die Belastungen für seinen Mandaten seien derart groß, daß man sich verständigen möchte.
Er würde unter diesen Umständen auf eine vollumfängliche Berufung verzichten. Das sei auch für die überlasteten Gerichte und den Staat besser!

Kruse will diesen Deal unbedingt und drückt auf die Tränendrüse. Er möchte noch einmal feststellen lassen, daß der Genossenschaft kein Schaden entstanden sei, weil dadurch ja Verbindlichkeiten gezahlt worden seien!

Der RA Gieselmanns stellt auch bei seinem Mandanten erhebliche psychische Belastungen fest. Dazu sei auch noch dessen Frau derzeit in einem sehr schlechten Zustand, was Gieselmann als seine Schuld betrachten würde!
Ansonsten schliet er sich den Ausführungen seines Vorredner an.

Der Richter möchte DER AUFKLÄRUNG genüge tun. Es soll KEINEN DEAL geben, sondern nur eine Erörterung der Sachlage.
Der Richtet findet das alte Urteil eigentlich recht günstig für die Beklagten. Er stellt aber fest, daß die Beklagten nicht in die eigene Tasche gearbeitet hätten. Er könne sich also Bewährungsstrafen vorstellen, müsse das aber noch mit den Schöffen klären, da diese das gleiche Stimmrecht wie er hätten.
Voraussetzung aber wäre, daß die Beklagten über ihren eigenen Schatten springen würden!

Dann kam die Staatsanwältin zu Wort.
In gewohnter etwas hastiger Stimme begann sie mit den Worten, sie habe bei dem erneuten Studium der Akten in den letzten Monaten ihre frühere Meinung geändert. Sie zöge es in Erwägung, ihre Berufung zurückzuziehen und mögliche Strafen zur Bewährung auszusetzen!

Daraufhin meinte der Richter, die Angeklagten müßten IN VORLEISTUNG treten und geständig sein.
Sollten aber die Beklagten tatsächlich geständig seien, würde auch er für Bewährung plädieren.
Er weise aber daraufhin, daß die ursprünglichen Strafen erhalten bleiben könnten, sollte das Verfahren vollumfänglich durchgeführt werden müssen!

Danach folgte eine kurze Pause, in der sich die Verteidigung mit den Mandanten beriet.

Das Ergebnis war: Die Beklagten seien geständig!
Die SA erklärt daraufhin die Rücknahme ihrer Berufung!
Der Richter: „Das Urteil der 1.Instanz wird nun 1:1 übernommen, wobei die tatsächliche Höhe der Strafe nun bestimmt werden muß!

Der Richter möchte noch einmal von den Angeklagten wissen, wie es denn überhaupt zu dieser ganzen Sache gekommen sei?

Kruse dazu: Er sei 1982 in die Genossenschaft eingetreten. Er sei damals ein Greenhorn gewesen, noch ohne Stallgeruch. Er wirft sich selber vor, das Klima von mangelndem Unrechtsbewußtsein nicht genügend erkannt zu haben und keine Entscheidungen dagegen getroffen habe.
DAS WIRFT ER SICH PERSÖNLICH VOR!
Er wollte dann das System abschaffen, was er auch tun wollte.
2005 habe sich die Genossenschaft in einer gefährlichen Schieflage befunden, aus der er diese erst einmal bringen mußte!
(Anmerkung von mir: Damals schrieb ich DAS GERÜCHT, die Genossenschaft sei KLAMM in der Kasse! Daraufhin wurde ich von deren Anwaltsbüro mit einer bewährten UE überzogen. Nur 2 Wochen später mußten dann auf Grund meines Beitrages Kruse auf dem Taxitaqg in Leipzig vor 30 Zeugen diese Schieflage auf deren drängende Fragen hin zugeben. Die UE war natürlich gegessen! Soweit zu meinen ständigen Gerüchten).

Das Ganze habe ein Jahr in Anspruch genommen. Er habe den Gang nach Canossa zur Hausbank (Volksbank Ost-West) gehen müssen.aber er habe immerhin 266 von 277 ILLEGALEN KAUFVERTRÄGEN (?) rückgängig machen können!
Danach habe er eine Satzungsänderung über den Umgang mit Bargeld durchgesetzt (§9 e und f) und damit den Fluß ausgetrocknet.
Er habe wohl ein falsches Verständnis von Solidarität gehabt!
Es hätte eben eines spürbaren Willens gebraucht um diesen Unsinn zu beenden!
Er habe nicht die Kraft aufgebracht, gegen diese GEWACHSENE NORMALITÄT anzugehen! Er hätte sonst seine Vorgänger an die Wand genagelt.

Er habe sich gedacht: „Wenn ich das Ganze jetzt nicht ändere, habe ich das irgendwann an der Backe.“
„Ich habe manchmal die Art, Dinge an mich zu ziehen.“
Er habe die Schuld alleine auf sich genommen.
Er möchte niemanden über die Gebühr beschuldigen.
„Ich habe NIEMANDEN einer Kenntnis beschuldigt, die er nicht gehabt habe.“
(Anmerkung von mir: Wie war das da mit der möglichen Kenntnis Hofschultes von den Schwarzen Kassen?)

Kruse läuft in Hochform auf und weint steinerweichend!
„Ich habe mich aus reiner Ohnmacht heraus auch der Staatsanwältin gegenüber despektierlich verhalten! Dafür entschuldige ich mich.“
Gut sei, daß es endlich bekannt ist, wieviele Leute für diese Sachen gestanden hätten. Er wolle nicht alleine dafür verantwortlich sein.

Kruse: „Die Company (der Hansa) definiert sich seit über 26 Jahren durch Steuerhinterziehung!“ (Wörtliches Zitat!)

Er habe große gesundheitliche Probleme gehabt, sich inzwischen aber dank guter ärztlicher Hilfe stabilisiert!
Nach dem Rücktritt am 7.5.2009 habe er 4 Wochen Urlaub gemacht, welches die unbeschwerteste Zeit in den letzten Jahren gewesen sei.
Danach habe er bei einem Taxiunternehmer im Marketing gearbeitet für ca. 6.500,- Euro im Monat brutto. Nach dem Urteil der 1.Instanz sei er fristlos gekündigt wórden und eine Weile arbeitslos.

Wörtliches Zitat Kruses: „Die Öffentlichkeit hatte in ihrer Wirkung eine gewisse Maßlosigkeit.“ (Was ich durchaus auch auf mich und meine Berichterstattung bezog).

Seit dem 1.1.12 arbeite er nun bei einer kleinen Taxifirma mit etwa 3.000,- brutto.

FORTSETZUNG FOLGT MORGEN !

TAXMOBIL? NEIN DANKE !

1 Apr

Bitte hierzu zunächst einmal auf meine aktuelle Facebook-Seite zum Thema schauen!

http://www.facebook.com/AntiTaxmobil

Fortgang des Schwarze-Kassen-Prozesses gegen die früheren Hansa-Taxi-Bosse !

1 Apr

Nach endlosem Warten steht nun endlich der Termin für die Wiederaufnahme des Schwarze-Kassen-Prozesses gegen die früheren Bosse der Hamburger Hansa-Funk-Taxi eG fest.

Nachdem Kruse, Gieselmann und Huck in der 1.Instanz zu langen Haftstrafen ohne Bewährung verurteilt wurden, versuchen sie nun vor dem Landgericht eine Änderung dieses harschen Urteils zu erreichen.

Am 3.4.2013 geht es weiter. Ort ist das Strafjustizgebäude am Sievekingsplatz 3 im Saal 201B. Beginn der Verhandlung ist 9.45 Uhr.

Über die 1.Intanz habe ich des Langen und Breiten berichtet, was sehr weit gelesen wurde und großen Anklang fand. Ich hoffe, daran wieder anknüpfen zu können!

Es dürfte spannend werden, in wie weit die Beklagten mit neuen Beweisen auftreten werden. Denn das werden sie wohl, wenn sie eine deutlich Minderung der Strafen erreichen wollen, tun müssen!

Alle Interessierten können meine alten Berichte jederzeit bei mir anfordern. Ich werde sehen, daß ich sie erneut ins Netz stellen kann. Leider unterliegt mein Forum ja derzeit einem gezielten DDOS-Angriff, so daß es offline ist. Darum auch die Eröffnung dieses Blog, der, damit meine Gegner nicht lange suchen müssen, bei einem US-Anbieter liegt!